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Entwaffnungs-Initiative bedroht Sicherheit

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Die Volksinitiative zur Entwaffnung der Schweizer bedroht die Schweiz und all ihre sich im Alltag korrekt verhaltenden Einwohner.


Die Initiative verlangt die Aufbewahrung der persönlichen Waffen aller Angehörigen der Armee «im Zeughaus». Sie richtet sich also ausschliesslich gegen Schweizer. Sie verlangt die rigorose Entwaffnung aller Schweizer.

Waffenmonopol für Kriminelle
Jene, die sich unter Waffeneinsatz kriminell betätigen (wollen), werden die Entwaffnungs-Forderungen gewiss ignorieren. Eine Initiative, die nichts anderes als ein Waffenmonopol für Kriminelle herbeiführt, wird Verbrecher und Ausländer, die ihre Waffen illegal besitzen, vielmehr begeistern. Wer als Krimineller genau weiss, dass er als Einziger eine Waffe besitzt, wird diese Waffe, sollte er bei kriminellem Tun überrascht werden, um so rascher und um so skrupelloser einsetzen.

Der Kriminelle mit Waffenmonopol wird sich seinen Fluchtweg skrupellos freischiessen. Nichts gefährdet die Sicherheit aller sich korrekt verhaltenden Einwohner stärker als das faktische Waffenmonopol für Kriminelle, das die Entwaffnungs-Initiative bewirkt.

Es gibt keine Zeughäuser
Sand wird dem Schweizervolk auch mit der Behauptung in die Augen gestreut, die persönliche Waffe eines jeden Wehmannes werde, wenn die Initiative angenommen wird, in dem seinem Wohnort am nächsten gelegenen Zeughaus eingelagert. Die Armee verfügt nämlich über keine Zeughäuser mehr. Armee-Material wird heute nur noch in den (im Moment noch) fünf Logistik-Zentren gelagert. Mit den laufenden Sparmassnahmen wird deren Reduktion auf vier oder drei ernsthaft geprüft. Wer seine Waffe in einem über hundert Kilometer vom Wohnort aufbewahrten Logistik-Zenter fürs Obligatorische oder fürs Feldschiessen holen und deponieren muss, wird nie mehr an solchen Schiessen teilnehmen.

Dient die Ausmerzung des ausserdienstlichen Schiesswesens etwa der Sicherheit der Schweiz und ihrer Bevölkerung?

Rachefeldzug
Neuerdings mischen sich auch frustrierte alt-Militärs in den Abstimmungskampf ein. Etwa Hans-Ulrich Ernst, seinerzeit als Generalsekretär des Militärdepartements Vordenker von Internationalisierungs-Reformen, die ausser der Armee zugefügtem schwerem Schaden überhaupt nichts bewirkt haben. Also reagiert Ernst seinen tiefsitzenden Frust jetzt ab, indem er sich – immerhin Sohn des seinerzeit als Säule des Widerstands während des Zweiten Weltkriegs hochgeschätzten späteren Korpskommandanten Alfred Ernst – den Armeegegnern als Sprachrohr zur Verfügung stellt. Ein wahrlich tiefer Fall des einstigen Verteidigungs-Funktionärs…

Die Entwaffnungsinitiative wurde gestartet von Polit-Exponenten, die ihr grundsätzliches Nein zur Armee und zur eigenständigen Verteidigung der Schweiz inzwischen auch in ihrem Parteiprogramm verankert haben.

Die Entwaffnungs-Initiative zielt auf die Sicherheit der Schweiz, der Schweizerinnen und Schweizer. Deshalb ist sie abzulehnen.

Ulrich Schlüer, Nationalrat

08.12.2010