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Verbrecher haben immer Waffen

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Sämtliche Kriminalstatistiken der Eidgenossenschaft und der Kantone bestätigen es: Die schweren, allzu oft unter Waffeneinsatz verübten Verbrechen nehmen in der ganzen Schweiz bedenklich zu.

Insgesamt, so wird immer wieder behauptet, stagniere die Kriminalität in der Schweiz. Die Statistiken würden dies beweisen. Rein zahlenmässig stimmt das, weil Bagatell-Delikte – vor allem Diebstahl mit Schadensumme von unter tausend Franken – immer weniger zur Anzeige gebracht werden. Der Selbstbehalt und alle Umtriebe verursachen mehr Aufwand, als durch die Anzeige je wieder eingebracht werden kann.

Gewaltkriminalität nimmt zu
Die schwere Kriminalität, die Gewaltkriminalität, die unter Waffeneinsatz begangene, oft Verletzte oder gar Tote fordernde Kriminalität, nimmt dagegen im ganzen Land zu. Eine Tatsache, die von den Initianten der am 13. Februar 2011 zur Abstimmung kommenden Entwaffnungs-Initiative beharrlich totgeschwiegen wird. Denn nicht einmal die Urheber dieser Initiative nehmen an, dass ihre Initiative die gefährlichen, skrupellosen Verbrecher entwaffnen wird. Oder glaubt jemand ernsthaft, diese Initiative würde auch nur einen einzigen Kriminellen dazu bewegen, seine Waffe reumütig bei der Polizei registrieren zu lassen? Oder sie gar abzugeben? Lächerlich!

Das Gegenteil ist der Fall. Jeder Kriminelle – er besitzt seine Waffe meistens illegal – erhält durch diese Initiative die Gewissheit, dass er, wenn er bewaffnet ein Verbrechen begeht, als einziger bewaffnet ist. Von niemandem droht ihm Gefahr. Stört ihn «ein Zwischenfall» bei der Ausführung eines Verbrechens, wird er von seiner Waffe um so rascher, um so skrupelloser Gebrauch machen. Die Entwaffnungs-Initiative entwaffnet die Armeeangehörigen. Sie entwaffnet die Schweizer.

Waffenmonopol für Verbrecher
Die Entwaffnung der Schweizer bewirkt ein Waffenmonopol für Verbrecher und für Ausländer, die ihre Waffen illegal besitzen. Der illegale Waffenbesitzer, der Verbrecher profitiert von der Entwaffnungs-Initiative. Und Verbrecher kommen, wenn sie Bedarf haben, immer zu ihren Waffen.

Banden-Kriminalität
Ein neues Phänomen bedroht die Schweiz – Folge der offenen Grenzen «dank» Personenfreizügigkeit: Hochprofessionell operierende Verbrecherbanden meist aus Osteuropa suchen organisiert die Schweiz heim. Helfershelfer hier kundschaften lohnende Ziele und deren Zugänglichkeit aus. Die Täter reisen als «Touristen» ein. Ihr Einbruchswerkzeug und ihre Waffen liegen hier bereit. Damit schlagen sie dann zu – skrupellos, effizient, brutal. Als «Touristen» reisen sie rasch wieder aus. Das Diebesgut wird separat transportiert. Für erneute Taten reisen die Banden-Mitglieder wenig später wieder ein.

Würde die Entwaffnungs-Initiative Tatsache, dann werden die hartgesottenen Berufsverbrecher noch brutaler vorgehen, das ihnen zugefallene Waffenmonopol noch skrupelloser nutzen.

Wer die Schweizer entwaffnet, schafft ein Waffenmonopol für Verbrecher und für Ausländer. Gewiss kein Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der Schweiz und ihrer Bewohner.

Am 13. Februar 2011: Entwaffnungs-Initiative Nein!

Ulrich Schlüer, Nationalrat

22.12.2010