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Bundesgelder für Miliz-Zerstörung

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Der Bundesrat hält sich eine «Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen», angesiedelt beim Departement des Innern (EDI) von Bundesrat Didier Burkhalter.

Kaum Jugendliche, vielmehr staatlich entschädigte «Berufsjugendliche» bevölkern diese Kommission. Und veröffentlichen von Zeit zu Zeit Papiere. Jüngst eines mit dem Titel «Ein Dienst für das Gemeinwohl (Le Contrat Citoyen)». Erklärtes Ziel: Gleichstellung von Zivildienst und Militärdienst – mit freier Wahl selbstverständlich. Das steht in klarem Widerspruch zur Bundesverfassung.

Beweggründe
Begründet wird diese Forderung geradezu furchterregend: Der heutige Armeebestand von 190‘000 Mann werde gemäss Parlamentsbeschluss auf 100‘000 reduziert. Damit würden sage und schreibe 90‘000 Soldaten «überflüssig». Da müsse gehandelt werden!

Diese Begründung zeigt: Die Eidgenössische Jugendkommission hat keine Ahnung, wie der Armeebestand zustande kommt. Die Armee wird nicht verkleinert, indem bisher Eingeteilte «zum Teufel gejagt werden». Die Armeeverkleinerung erfolgt durch Verkürzung der Dienstpflicht-Zeit neu bis zum 26. statt wie bisher bis zum 30. Altersjahr. An der Zahl der ausgehobenen Rekruten ändert sich gar nichts; «überflüssige» Rekruten entstehen keine.

«Billiger»
Zivildienst, sagt das Jugendamts-Papier, sei billiger als Militärdienst. In der Tat: Landesverteidigung, Schutz des Landes vor jedem denkbaren böswilligen Angriff, kostet Geld. Gar keine Verteidigung vorzubereiten, also kampflose Preisgabe des Landes wäre zweifellos «billig zu haben» – nur gäbe es danach die Schweiz nicht mehr…

Richtig aber ist die Beobachtung, dass die Zahl der Zivildienstleistenden nach Abschaffung der Gewissensprüfung ab 2009 explosionsartig zugenommen hat. Dass der formlose, ursprünglich sogar als jederzeit möglich praktizierte Übertritt in den Zivildienst auch Missbräuche zuliess (z.B. um einer drohenden Strafe zu entgehen), will die Jugend-Kommission nicht wahrhaben. Die Beseitigung stossender Missbrauchsquellen schreibt sie kurzerhand der angeblichen «Angst» der Militärköpfe zu, die Armee blute aus.

Glühbirnen-Auswechsler
Als neue Einsatzmöglichkeiten für die zunehmende Zahl von «Zivis» präsentiert die Kommission höchst originelle Vorschläge: Zwecks Beschleunigung der Umstellung des Landes auf alternative Energien sollten Zivildienstleistende in sämtlichen öffentlichen und privaten Häusern alle alten Glühbirnen ausschrauben und gegen energetisch modernere eintauschen. Andere sollten als (wörtlich!) «Gewissen der Nation verkleidet» Unrat entsorgen, mit dem Passanten Grünanlagen verunstaltet hätten. Wieder andere sollten bei «Botellones» (organisierten Jugendlichen-Besäufnissen) als «städtische Stewards» allfälliges Gewaltpotenzial eindämmen. Weitere Zivis sollten auf Flughäfen und Bahnhöfen Touristen empfangen.

Urheber
Wer all diesen Stuss erfunden hat? Präsident der Eidgenössischen Jugendkommission ist der Genfer FDP-Stadtrat Pierre Maudet, der vor Jahresfrist die Armee auf 20‘000 Profis reduzieren wollte.

Damit die Armee trotzdem noch zu Soldaten käme, müsse sie gemäss Maudet den Jugendlichen attraktive Lockvogel-Angebote präsentieren: Übernahme der Krankenkassen-Kosten, der Ausbildungskosten, von Sprachkursen durch den Staat. Und markante Solderhöhung bei garantierter Fünf-Tage-Woche (an welche sich gemäss Maudet wohl auch Angreifer zu halten hätten).

Ist sie nicht in guten Händen, unsere Armee, bei den staatlich besoldeten Nachwuchs-Funktionären?

Ulrich Schlüer