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Zielscheiben

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Weshalb wird in der Schweiz dem in der Armee eingeteilten Wehrmann die persönliche Waffe zur Aufbewahrung zu Hause abgegeben?


Die Schweizer Armee ist eine Milizarmee. Die Milizarmee bildet möglichst viele Soldatinnen und Soldaten gut, also ernstfalltauglich aus. Aber möglichst wenig Wehrmänner sollen dauernd im Einsatz stehen. Der ausgebildete Milizsoldat wohnt zu Hause, geht seinem zivilen Beruf nach. Nur im Ernstfall wird er aufgeboten. Dann muss er rasch einsatzfähig sein.

Bereitschaft
Damit die Milizarmee im Ernstfall innert Stunden einsatzfähig ist, bewahrt der Milizsoldat seine gesamte persönliche Ausrüstung, Uniform usw. bei sich zu Hause auf. Im Ernstfall rückt er uniformiert und ausgerüstet ein. Das garantiert seinem Verband rasche Einsatzfähigkeit.

Der moderne Krieg, heisst es zu Recht, finde nicht mehr an der Landesgrenze gegen anbrandende feindliche Massenheere statt. Der Feind dürfte bereits unerkannt ins Land infiltriert sein; er wohnt allenfalls seit längerer Zeit bereits innerhalb unserer Grenzen. Wer vor solchem Feind uniformiert einzurücken hat, ist mit seiner Uniform leicht erkennbare Zielscheibe. Er ist dem Feind sozusagen ausgestellt. Deshalb gehört zu seiner Ausrüstung auch die persönliche Waffe. Damit er nicht wehrlose Zielscheibe ist, wie das die Entwaffnungs-Initiative derzeit anstrebt.

Frauen verständnislos?
Die Medien behaupten, die Frauen – also Ehefrauen, Freundinnen, Mütter der militärpflichtigen Soldaten – hätten keinerlei Verständnis für die Waffenaufbewahrung zu Hause. Deshalb seien speziell den Frauen die folgenden Fragen gestellt:

Frage an die Mutter eines dienstpflichtigen Soldaten: Finden Sie es richtig, dass Ihr Sohn, wenn er im Ernstfall für das Land einzurücken hätte, als uniformierte, aber waffenlose Zielscheibe dem Gegner schutzlos ausgeliefert wäre? Wünschen Sie solches Ihrem Sohn, ihrer Tochter, wenn sie im Ernstfall fürs Land einzurücken hätten?

Frage an die junge Ehefrau: Finden Sie es richtig, dass Ihr junger Ehemann, der Vater Ihrer Kinder, wenn er im Ernstfall einzurücken hätte, als uniformierte aber waffenlose Zielscheibe dem Gegner schutzlos ausgeliefert wäre? Wünschen Sie solches ihrem Ehemann und Partner, wenn er im Ernstfall fürs Land einzurücken hätte?

Frage an die Freundin: Findest Du es richtig, dass Dein Freund, wenn er im Ernstfall einzurücken hätte, als uniformierte aber waffenlose Zielscheibe dem Gegner schutzlos ausgeliefert wäre? Wünschst Du solches Deinem Freund, wenn er im Ernstfall für das Land aufgeboten würde?

Garantin für Frieden und Freiheit
Frage an alle: Unser Milizheer – was hat es der Schweiz, der Bevölkerung unseres Landes beschert? Krieg, Verderben, Tod? Hat die Schweizer Milizarmee nicht – seit nunmehr 200 Jahren – Entscheidendes geleistet für Frieden, Sicherheit, Freiheit, für ein Leben in gesicherten Verhältnissen? Welches andere Land in unserer näheren und weiteren Umgebung kann auf eine ähnlich lange Periode gesicherten Lebens in Freiheit und Frieden zurückblicken?

Fragen an all die, welche – gemäss Medien-Behauptungen – keinen Sinn erkennen können am System der Milizarmee mit der Abgabe der persönlichen Ausrüstung mitsamt persönlicher Waffe an jeden einzelnen Wehrmann.

Am 13. Februar 2011:
Entwaffnungs-Initiative Nein!

Ulrich Schlüer, Nationalrat

27.01.2011